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VVB Tapas » Bericht 02/2019-3



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Tapas aus dem VVBmagazin 02/2019


 

 

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Führung durch das Neanderthalmuseum Mettmann

von Harald Jedich (73/2, TP Dortmund) und Hans Harald Grimm (kor. M., TP Düsseldorf)


 

Auf Anregung des Treffpunktes Dortmund besichtigte eine, aufgrund des winterlichen Wetters mit für das Rheinland ungewohntem Schnee, kleine Gruppe der beiden Treffpunkte am Samstag, 2. Februar 2019 das Neanderthalmuseum in Mettmann bei Düsseldorf. Mit dem Ehrenvorsitzenden Wolfgang Franke und den Fachkreisleitungen Marketing / Vertrieb sowie Finance war die VVB in der Gruppe aber dennoch gut vertreten.




    Nahe der Höhle, in der 1856 mit dem Neanderthaler der weltweit wohl berühmteste Deutsche entdeckt wurde, wurde 2015 in einem Neubau ein modernes archäologisches Museum eröffnet. Unsere Gruppe  machte in einer einstündigen Führung „Evolution in 60 Minuten“ eine spannende Zeitreise durch die Menschheitsentwicklung – von den Anfängen in der afrikanischen Savanne vor sieben Millionen Jahren bis in die Gegenwart. Die Führung begann mit dem Neanderthalfund. Die Gruppe besichtigte einen Lagerplatz der Neanderthaler und lernte die eiszeitlichen Jäger und Sammler näher kennen. Wer wollte, durfte einen echten Mammutzahn in seine Hand nehmen. Die Teilnehmer sahen, welche Werkzeuge und Waffen die Neanderthaler benutzten, was ihre Lieblingsspeisen waren, und welche Kleidung und welchen Schmuck sie trugen.

    Der Neanderthaler war in der Lage, sein eigenes Werkzeug herzustellen und mittels Feuerstein Feuer zu schlagen. Er kannte sich bereits in Naturheilkunde aus und wusste, welche Kräuter und Beeren bei Krankheiten halfen. Zu unserer Überraschung hat die Forschung anhand von Schleifspuren an den Zähnen herausgefunden, dass er auch eine Art Zahnseide benutzt haben muss. Die Neanderthaler lebten in kleinen Gruppen von 20 bis 30 Personen. Kranke und alte Neanderthaler wurden in ihrer Gruppe gepflegt. Wurde Nahrung knapp und drohte Hunger, spalteten sie sich in mehrere Nomadengruppen auf und zogen weiter. Viele Neanderthaler verletzten sich bei der Jagd nach Tieren. So wurden sie im Durchschnitt nur 30 Jahre alt. Vor etwa 30.000 Jahren sind die Neanderthaler ausgestorben. Eine Ursache dürfte wohl gewesen sein, dass sie sich nicht auf die veränderten Klimabedingungen einstellen konnten.

    Mit der kurzweiligen Museumsführung erhielten wir interessante Einblicke in die biologische und kulturelle Entwicklung zum heutigen Homo Sapiens, in der der Neanderthaler eine Zwischenstufe darstellte. Schade nur, dass keine Familien an der Führung teilgenommen haben, da die museumspädagogisch hervorragend aufbereitete Ausstellung dank der höchst kompetenten jungen Museumsführerin Myriam Wehler auch für Kinder sehr interessant gewesen wäre. Mit dem Wissen, dass in unserem Erbgut auch heute noch ein Stück des Neanderthalers steckt, fuhren wir nach dem Mittagessen im Restaurant Stadtwaldhaus in Mettmann wieder nach Hause.

    Aufgrund der guten Erfahrungen einer gemeinsamen Veranstaltung der beiden Treffpunkte haben wir verabredet, im Sommer zusammen eine Führung durch die Altstadt von Hattingen anzubieten.




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